Die Programmierung des Immunsystems durch Ernährung, Lebensstil und Umweltfaktoren erfolgt über die gesamte Lebensspanne und beeinflusst sowohl die Zusammensetzung als auch die Funktion des Immunsystems, einschließlich des Immunstoffwechsels.
Es wird angenommen, dass diese Programmierung größtenteils durch epigenetische Modifikation erfolgt. Unter den Nahrungsbestandteilen, die diesen Prozess beeinflussen, könnten Polyphenole eine übergeordnete Rolle spielen. Polyphenole sind eine weit verbreitete Gruppe von Pflanzennährstoffen, die vom Menschen aufgenommen werden. Bestimmte Lebensmittel weisen einen charakteristischen und relativ hohen Gehalt an diesen Verbindungen auf. Ein solches Lebensmittel ist der Tartarische Buchweizen (Fagopyrum tataricum), ein altes Saatgut, das seit jeher für seine gesundheitlichen Vorteile geschätzt wird. Es wird vermutet, dass die spezifische Zusammensetzung der Polyphenole, die in Lebensmitteln wie dem Tartarischen Buchweizen vorkommen, einen einzigartigen Einfluss auf die immunometabolischen physiologischen Wege haben könnte, der durch epigenetische Analysen untersucht werden könnte. Das Ziel dieser Studie bestand darin, die epigenetischen Auswirkungen eines standardisierten Polyphenolkonzentrats, das auf natürlich vorkommenden Nährstoffen in Tartarischem Buchweizen basiert, auf periphere Immunzellen bei gesunden Personen zu untersuchen. In dieser klinischen Pilotstudie wurden die Auswirkungen des 90-tägigen Konsums dieses Konzentrats bei 50 gesunden männlichen (40 %) und weiblichen (60 %) Teilnehmern im Alter von 18 bis 85 Jahren mithilfe epigenetischer Uhren und Dekonvolutionsmethoden untersucht. Die Analyse ergab signifikante interventionsbedingte Veränderungen bei mehreren epigenetischen Uhren und Immunmarkern sowie bevölkerungsweite Veränderungen bei den Gen-Ontologie-Wegen (GO), die mit Langlebigkeit und Immunität zusammenhängen. Diese Studie liefert bisher unbekannte Erkenntnisse über die immunologischen, langlebigkeitsbezogenen und epigenetischen Auswirkungen des Verzehrs von polyphenolreichen Pflanzen und bietet zusätzliche Unterstützung für Gesundheitsinterventionen, die auf historisch verzehrten Pflanzen wie Tartarischem Buchweizen basieren, und bietet gleichzeitig überzeugende Möglichkeiten für weitere Forschung.
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